WordPress Tutorial – Ihr einfacher Einstieg in das CMS

DIESES WORDPRESS TUTORIAL LISTET DIE 10 WICHTIGSTEN PUNKTE IM WORDPRESS BACKEND AUF

Wordpress Tutorial

In diesem WordPress Tutorial erkläre ich Ihnen das Backend, damit Sie das Content Management System verstehen und mit WordPress arbeiten können. Diese Anleitung bietet Ihnen eine WordPress Einführung, die Sie mit den einzelnen Bereichen des Backends von WordPress, also der “Rückseite” Ihrer Website, vertraut machen.

Ich überspringe Punkte wie die Installation und Einrichtung des CMS WordPress in dieser Anleitung, da Sie Webseiten grundsätzlich erst dann von mir übergeben bekommen, wenn diese Punkte abgeschlossen sind. Konkret gehe ich in diesem WordPress Tutorial von dem Fall aus, dass Sie Ihre Website fertig und abgenommen von mir erhalten haben. Aus diesem Grund gehe ich Schritt für Schritt auf die einzelnen für Sie relevanten Punkte ein, damit Sie Änderungen zukünftig selbst einpflegen können.

Am Ende von diesem WordPress Tutorial zähle ich noch meine Must-Have-Plugins auf. Das sind die Plugins, die ich bei fast jeder Website verwende.

WordPress Dashboard

WordPress Tutorial
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Nachdem Sie sich in das Backend von WordPress eingeloggt haben, sehen Sie das sogenannte Dashboard. Hier wird Ihnen ein Überblick über WordPress selbst gegeben. An dieser Stelle gibt es allerdings keine Möglichkeiten, Veränderungen am Inhalt der Website vorzunehmen. Sie dient mehr als Startpunkt und wartet mit den wichtigsten Informationen zu Ihrer Webseite auf. Von dort aus gelangen Sie aber zu allen anderen Menüpunkten, die Ihnen WordPress bietet. In dieser Anleitung werde ich diese von oben nach unten ansprechen und Ihnen einen Einblick in die Möglichkeiten des Editierens geben. Sie können über das Inhaltsverzeichnis jederzeit zu einem Schritt in dieser WordPress Anleitung springen, der Sie besonders interessiert oder den Sie gerade benötigen, wenn Sie ihre Homepage bearbeiten.

Beiträge

WordPress Tutorial Beiträge
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Der erste Punkt unterhalb des Dashboards von WordPress lautet Beiträge. Und damit startet auch die Anleitung Hier finden Sie, sofern Sie einen Blog auf Ihrer Webseite führen, die einzelnen Blogbeiträge. Wenn Sie mit der Maus über einen der Beiträge fahren, erscheint ein kleines Untermenü. Dort haben Sie die Möglichkeit auf Bearbeiten, QuickEdit, Papierkorb, Anschauen und in meinem Fall Mit Elementor bearbeiten zu klicken. Diese Punkte möchte ich gerne erläutern.

Bearbeiten:
Über diesen Punkt gelangen Sie zur Bearbeitungsfunktion von WordPress selbst. Ich nutze hier gerne den Classic Editor, welcher in Form eines Plugins von WordPress selbst erhältlich ist, dieser Editor ähnelt den gängigen Office-Programmen, weshalb ich ihn in dieser Anleitung nicht näher betrachte. WordPress bringt seit einiger Zeit von Haus aus den sogenannten Gutenberg-Editor mit, den ich aber sehr unübersichtlich finde. Von mir übergebene Webseiten sind demzufolge grundsätzlich mit dem Classic-Editor ausgestattet. Bei den meisten Projekten äußern meine Kunden außerdem den Wunsch, auch Layoutanpassungen selbst vornehmen zu können. Dann greife ich auf einen Pagebuilder zurück, der es erlaubt das Design einer in WordPress erstellten Seite mittels Drag&Drop anzupassen. Mein Favorit ist der Elementor. An späterer Stelle in diesem WordPress Tutorial gehe ich darauf aber noch mal genauer ein.

QuickEdit:
Die QuickEdit Funktion von WordPress ermöglicht das Bearbeiten von grundlegenden Informationen des jeweiligen Beitrags. Dazu gehört der Titel und die Titelform. Letztere ist das, was in der Adresszeile des Browsers angezeigt wird, wenn eine spezielle Seite oder ein Beitrag aufgerufen werden. Im Falle dieses Beitrags ist das:
jochenwiesner.de/wordpress-tutorial/.
Außerdem kann das Datum des Beitrags, die Kategorie(n) und der Status geändert sowie ein Passwort vergeben werden. Der Status zeigt z.B. an, ob der Artikel online und für die Öffentlichkeit sichtbar ist. Steht der Beitrag auf Entwurf, kann man ihn auf der Website nur dann sehen, wenn man in WordPress eingeloggt ist.  Einen Artikel mit einem Passwort zu versehen kann dann Sinn machen, wenn nur ein bestimmter Personenkreis Zugriff erhalten soll. Zum Beispiel Kollegen oder Freunde, die nach dem Erstellen eines Beitrags erst den aktuellen Stand prüfen sollen, bevor die Seite online geht.

Papierkorb:
Wie Sie es von Ihrem Computer kennen, bietet auch WordPress die Möglichkeit, Elemente wie Beiträge / Artikel in den Papierkorb zu legen und sie somit zu löschen. Sollten Sie einmal versehentlich auf diesen Punkt klicken, haben Sie natürlich die Möglichkeit, diesen Schritt wieder rückgängig zu machen. Nachdem Sie einen Beitrag in den Papierkorb von WordPress verschoben haben, erscheint im oberen Bereich ein Link mit dem Titel Papierkorb. Klicken Sie diesen Link an, werden Ihnen alle Beiträge angezeigt, die sich im Papierkorb befinden. Von dort aus können Sie sie endgültig löschen oder wiederherstellen.

WordPress Tutorial Papierkorb
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Anschauen:
Der Name sagt es – über diesen Punkt gelangen Sie zum Artikel und können ihn sich auf Ihrer Homepage anschauen. Ein kleiner Tipp: Klicken Sie mit einem Rechtsklick auf diesen Punkt und wählen dann Link in neuem Tab öffnen. So haben Sie die Möglichkeit, einfach zwischen den Tabs zu wechseln, anstatt immer wieder den Schritt über den Zurück-Button gehen zu müssen. Ich handhabe dies immer so, da es Ladezeiten erspart und meinen Workflow mit WordPress schneller macht.

Mit Elementor bearbeiten:
Dieser Punkt erscheint bei mir, weil ich den oben angesprochenen Elementor nutze, um damit die Seitenlayouts in WordPress zu erstellen. Dieser ersetzt den integrierten Editor von WordPress und erlaubt ein direktes Bearbeiten des Designs Ihrer Webseiten via Drag & Drop. Haben sie diesen nicht installiert, entfällt natürlich auch der entsprechende Punkt. Auch gibt es zahlreiche andere Plugins, mit denen das Bearbeiten direkt in WordPress selbst möglich ist. Dieses zu nutzen ist meine persönliche Vorliebe.

Medien

WordPress Tutorial Medien
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Hier finden Sie alle Medien, die sich auf Ihrer WordPress-Homepage befinden. Dazu gehören unter anderem Bilder, Videos und PDF Dateien. Die Auflistung unter dem Punkt Medien ist unabhängig davon, ob Sie die Dateien auch direkt auf Ihrer Website oder im Blog verwenden. Ein hochgeladenes Foto verbleibt in der Mediathek von WordPress auch dann, wenn Sie es aus einem Beitrag oder einer Seite löschen. Um es zu entfernen, klicken Sie die jeweilige Datei an und wählen dann im unteren rechten Bereich Endgültig löschen aus. Vorsicht, hier gibt es keine Papierkorb-Funktion, Sie können diesen Schritt also nicht rückgängig machen. Zudem haben Sie hier die Möglichkeit, weitere Einstellungen vorzunehmen, die ich Ihnen im folgenden Teil dieser Anleitung vorstellen möchte. Klicken Sie auf ein Element in der Mediathek, um die Einstellungen anzuzeigen.

Übersicht:
Zunächst präsentiert WordPress Ihnen hier einen Überblick über die jeweilige Datei. Ich nehme als Beispiel ein Foto. Es werden die Merkmale Dateiname, Dateityp, das Datum des Uploads, die Dateigröße und die Abmessungen angezeigt. Gerade die letzten beiden Punkte sind sehr relevant für Ihre Website oder Ihren Blog, da sich so Zeit beim Ladevorgang sparen lässt.

Alternativer Text:
Gerade in Bezug auf SEO (Suchmaschinenoptimierung) sollten Sie hier eine Beschreibung eintragen. Kurze Schlagworte, die das Bild beschreiben und zuordnen lassen, genügen hier in der Regel.

Titel:
WordPress übernimmt den Titel des Bildes automatisch aus dem Dateinamen. Sollten Sie diesen aber ändern wollen, so ist dies hier möglich.

Beschriftung: 
Zu jedem Bild auf Ihren Webseiten kann eine individuelle Beschrieftung hinzugefügt werden. Diese erscheint dann unter dem Bild auf der Website. In dieser WordPress Einführung sind die meisten Bilder zum Beispiel mit Zum Vergrößern auf das Bild klicken beschriftet.

Beschreibung: 
Auch eine Beschreibung lässt sich für jedes Bild erstellen. Viele Themes von und für WordPress bieten Ihnen die Auswahl, ob der Inhalt der Beschriftung oder der Beschreibung unter dem Bild auf der Homepage angezeigt werden soll.

Abschließend finden sich noch weitere Information zu den jeweiligen Medien in diesem Fenster. Diese sind:

  • Hochgeladen von – Also welcher Nutzer das Medium in WordPress hochgeladen hat
  • Hochgeladen zu – Die Seite / der Beitrag in Ihrem Blog, zu dem das Bild hochgeladen wurde. Dieser Punkt ist nur dann ausgefüllt, wenn das Bild tatsächlich aus der Bearbeiten-Ansicht einer Seite hinzugefügt wurde und nicht direkt in die Mediathek von WordPress
  • Link kopieren – Praktisch, wenn man ein bestimmtes Bild teilen oder es händisch in den Code einfügen möchte

Seiten

WordPress Tutorial Seiten
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Wie auch die Beträge, haben die Seiten im Backend von WordPress einen eigenen Menüpunkt. In der Übersicht und den Bearbeitungsmöglichkeiten unterscheidet sich dieser aber nicht von dem der Beträge. Klicken Sie hier, um die einzelnen Funktionen noch einmal nachzuschlagen. Das Menü auf Ihrer Website fasst alle Seiten zusammen, die sie in WordPress erstellt haben. Die Benennung der Punkte ist also gleich, wenn Sie das nicht manuell geändert haben. Zum Punkt der Menüs kommen wir aber später in dieser Anleitung noch im Detail. Seiten sowie Beiträge können Sie übrigens über den Erstellen Button ganz oben erstellen.

Kommentare

Wenn Sie einen Blog mit WordPress betreiben und Nutzer die Möglichkeit haben, Ihre Artikel zu kommentieren, erscheinen diese Kommentare hier. Da ich die Kommentarfunktion deaktiviert habe, werden in meinem WordPress-Backend auch keine Kommentare aufgelistet. Auch hier ist die Bearbeitung sehr ähnlich zu den Beiträgen und Seiten. Kommentare können Sie hier freigeben, löschen oder als Spam markieren, nachdem Sie deren Inhalt überprüft haben.

Design

WordPress Tutorial Design
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Sicherlich eines der Herzstücke des Backends von WordPress ist der Punkt Design. Dieser ist in mehrere Unterpunkte geteilt, die Ihnen jeweils Möglichkeiten zur Individualisierung Ihrer Webseite bieten. Ich liste Ihnen die Punkte Schritt für Schritt auf und gebe in dieser WordPress Anleitung einen Überblick über die Inhalte der einzelnen Unterpunkte.

Themes:
Themes sind im Grunde Vorlagen für WordPress, die in Teilen das Design und bestimmte Funktionen zur Verfügung stellen, ohne dass Sie den Code dafür extra schreiben müssen. Es gibt unzählige Templates (Themes), weshalb ich in dieser Anleitung nicht auf alle eingehen kann. WordPress bringt eigene Vorlagen mit. Darüber hinaus gibt es aber auch sogenannte Premium-Themes die sich für rund 50€ kaufen lassen. Grundsätzlich ist es übrigens sinnvoll, nicht verwendete Themes aus dem System zu entfernen. Das kann über einen FTP Zugang einfach erledigt werden. WordPress selbst empfiehlt aber, mindest ein Standard-Theme zu behalten, da automatisch auf dieses zurückgegriffen wird, wenn etwas mit dem von Ihnen gewählten Template nicht stimmt.

Ich verwende sehr gerne das Starter-Theme GeneratePress. Es bringt alle notwendigen Komponenten mit, die mir viel Zeit beim Erstellen von Websites ersparen, ist dabei aber schlank und ressourcensparend. Allerdings gibt es nicht die Möglichkeit, unzählige Designvorlagen einfach zu importieren, wie es bei vielen Premium-Themes üblich ist. Das Webdesign erstelle ich also von Hand.

Wenn Sie mit mir zusammenarbeiten und ich Ihnen eine Website erstellt habe, basiert diese immer auf einem sogenannten Child-Theme. Das ist quasi, wie der Name schon sagt, ein Kind des eigentlichen Themes. Der große Vorteil ist, dass man darin Änderungen vornehmen kann, die nicht überschrieben werden, wenn es ein Update für das eigentliche Theme gibt. Und Updates gibt es zum Glück häufig. Meist fixen diese Sicherheitslücken oder anderen Probleme, die im Laufe der Zeit aufgefallen sind. Bei einem Update werden Teile des Themes oder das gesamte Theme ersetzt. Wurden nun Änderungen an den eigentlichen Theme-Dateien vorgenommen, kann es sein, dass diese nach dem Update überschrieben wurden. Dann sind sie weg. Bei einem Child-Theme passiert das nicht, da alle Änderungen nur in diesem Child gemacht werden und bei einem Update bestehen bleiben. Auf diese Weise hat man freie Hand.

WordPress Tutorial Customizer
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Customizer:
Der Customizer von WordPress bietet die Möglichkeit, individuelle Einstellungen am Theme, dem Webdesign und somit Ihren WordPress Webseiten vorzunehmen. Jedes Theme bietet hier eigene Optionen, deshalb ist es schwierig hier allgemeingültige Hinweise zu geben. Da Websites, die ich erstellt habe mit GeneratePress in der Premiumversion als Theme arbeiten, möchte ich kurz auf die mit diesem Template bereitgestellten Optionen eingehen.

Website-Informationen:
Der Titel und Untertitel Ihrer Website können hier bearbeitet werden, um den Inhalte Ihrer Seite zu beschreiben. Außerdem kann das Logo ausgewählt und die Abmessungen der Darstellung auf der Seite eingestellt werden.

Layout:
Hier lassen sich Abstände der verschiedenen Webseiten-Elemente einstellen. Es kann außerdem die Darstellung des Headers, der Navigation, der Seitenleisten und der Fußzeile bearbeitet werden. Zum Beispiel, wenn Sie das Logo mittig über der Navigation haben möchten.

Colors / Farben:
Ob nun allgemeine Text- und Linkfarben oder der Hintergrund der Fußzeile, als auch der gesamten Webseite. In diesem Bereich können Sie die Farben auf Ihrer Website Ihrem Corporate Design anpassen.

Typography:
Dieser Unterpunkt erlaubt es, die Schriften für Fließtexte, Überschriften, Buttons und die Navigation festzulegen.

Background Images:
Falls Sie Hintergrundbilder auf Ihrer Homepage verwenden möchten, können Sie diese hier festlegen.

Allgemein:

Hier können Sie einige für die Performance wichtige Einstellungen vornehmen. 

Menüs:
Wie der Titel schon sagt, lassen sich hier Einstellungen für Ihre Navigation machen.

Widgets:
Wenn Sie eine Seitenleiste / Sidebar verwenden, werden die darin Positionierten Elemente bei WordPress als Widgets bezeichnet. GeneratePress bietet die Möglichkeit, diese auch in der Fußzeile, also dem Footer, zu nutzen.

Startseiteneinstellungen:
Hier können Sie die Seite Festlegen, die WordPress als Ihre Startseite ausgibt. Außerdem können Sie eine Beitragsseite festlegen. Diese ist Ihre Blogseite.

Zusätzliches CSS:
Wenn Sie Veränderungen am Webdesign in Form von CSS vornehmen möchten, können Sie dies hier tun. Ich empfehle allerdings, dafür die CSS Datei des Child-Themes zu nutzen. Darauf gehe ich hier ein.

Widgets:
In der Erläuterung zum Customizer habe ich diesen Punkt schon kurz angesprochen. Sie finden ihn ein weiteres Mal unter dem Menü Design. Dort haben Sie die Möglichkeit, die einzelnen Widgets dorthin zu positionieren, wo Sie deren Inhalt gerne haben möchten. Das funktioniert sehr einfach via Drag & Drop. Auf der linken Seite sind alle Widgets aufgelistet, die WordPress zur Verfügung stellt. Rechts finden Sie die Bereiche, die Widgets enthalten können. Öffnen Sie einfach eines der Felder auf der rechten Seite und ziehen Sie das gewünscht WordPress Widget von der linken Seite mit der Maus in das Feld.

WordPress Tutorial Menüs
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Menüs:
In dieser Unterseite Ihres WordPress-Backends können Sie Ihre erstellten Seiten dem Menü zuordnen. Als erstes müssen Sie natürlich ein Menü erstellen. Seiten, die ich erstellt habe, bringen selbstverständlich schon ein Menü mit. Meist unterteile ich in Hauptmenü und Rechtliches. Letzteres enthält dann die Menüpunkte zu den Pflichangaben auf einer Webseite (Impressum, Datenschutz).

Auf der linken Seite finden Sie eine Übersicht der in WordPress erstellten Seiten. Durch Klick in das Kästchen können Sie diese auswählen und über den Button Zum Menü hinzufügen einen Menüeintrag erstellen. Sie können auch einzelne Beiträge verlinken oder einen individuellen Link setzen. Das macht zum Beispiel Sinn, wenn Sie direkt im Menü auf eine andere Website verlinken möchten. Unter URL tragen Sie dann einfach die Domain der Website ein und unter Link-Text den Namen, der in Ihrem Menü angezeigt soll.

Im unteren Bereich dieses Unterpunktes gibt es noch die Menü-Einstellungen. Hier legen Sie fest, ob neue Seiten automatisch hinzugefügt werden sollen, und ob es sich um Ihr primäres Menü handelt. Also jenes, das das Hauptmenü darstellt. Off Canvas Menu ist ein Punkt, den das GeneratePress Theme hinzufügt. Es bietet die Option, ein ausgeblendetes Menü zu nutzen, wie es zum Beispiel bei mobilen Geräten zum Einsatz kommt. Das Menü schaltet sich auf Smartphones und Tablets übrigens automatisch um. Sie sehen dann die bekannten drei Striche, die Burgermenü genannt werden, anstelle der Textleiste, die Ihre Menüpunkte hält.

GP Hooks:
Auch das ist eine Option, die GeneratePress sehr komfortabel zur Verfügung stellt. Hier kann man zum Beispiel Funktionserweiterungen für WordPress einfach direkt in den Code “einklinken”. Im Rahmen dieser Anleitung werde ich aber auf diesen Punkt nicht weiter eingehen, da er nicht benötigt wird, um kleinere Änderungen auf Ihren Websites vorzunehmen. 

GeneratePress:
Ebenso ein vom Theme hinzugefügter Punkt. Hier können der Lizenzschlüssel eingetragen und Änderungen an den dargestellten Optionen im Customizer vorgenommen werden.

Theme-Editor:
Jedes Theme für WordPress hat diverse Dateien als Grundlage. Bei WordPress handelt es sich hauptsächlich um PHP, CSS und JavaScript Dateien. PHP ermöglicht es Funktionen zu implementieren und Seitenstrukturen aufzubauen. CSS regelt das Styling, also das Aussehen der einzelnen Elemente auf Ihren Webseiten. Und JavaScript stellt unterschiedlichste Funktionen zur Verfügung. Häufig handelt es sich dabei zum Beispiel um Animationen.

Der Theme-Editor bietet Ihnen die Möglichkeit, direkt in den Code der Seite einzugreifen. Änderungen sollten hier nur mit äußerster Vorsicht vorgenommen werden, da Sie direkt in die Architektur der Website eingreifen und Fehler in diesem Bereich dazu führen können, dass Ihre Website nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert oder gar überhaupt nichts mehr angezeigt wird. Hier sollte also jeder Schritt gut durchdacht sein. Auch ist es generell zu empfehlen, solche Änderungen mittels FTP und einem speziellen Editor für Code. vorzunehmen.

Für kleinere Änderungen, kann man hier aber komfortabel über den Editor von WordPress auf die style.css Datei zugreifen. Das macht dann Sinn, wenn man dort zum Beispiel die Farbe eines Buttons definiert hat, diese aber abändern möchte.

Klicken Sie hierzu auf den Theme-Editor von WordPress. Oben rechts sehen Sie unter der Option Zu bearbeitendes Theme wählen: das aktive Theme. Das sollte das verwendete Child-Theme sein. Vorausgewählt ist immer die style.css Datei, was Sie auf der rechten Seite noch einmal überprüfen können. Änderungen tragen Sie dann im Editor an entsprechender Stelle ein und klicken abschließend auf Datei aktualisieren, um Ihre Änderungen zu speichern. Überprüfen Sie diese dann auf der Website selbst, damit Sie sicher sein können, dass alles funktioniert hat. Grundsätzlich empfehle ich, dass Sie sich die Datei, bevor Sie Änderungen vornehmen, sichern. Das können Sie recht einfach machen, indem Sie zunächst alle Zeilen in der style.css markieren und kopieren. Fügen Sie sie dann in einen Text- oder CodeEditor (nicht Word, Pages etc.) ein. Sollte eine Änderung mal nicht korrekt funktionieren, können Sie den gesicherten Textblock einfach wieder  in den Editor von WordPress einfügen.

Plugins

WordPress Tutorial Plugins
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WordPress ist ein sehr flexibles System. Es lässt sich mit Hilfe von Plugins erweitern. Da die Software selbst Open Source ist, gibt es auch auch entsprechend viele Entwickler, die für jedes Bedürfnis Plugins für WordPress schreiben. Auch der von mir schon angesprochene Elementor ist eines dieser Plugins und in der Basisversion sogar kostenlos. Unter diesem Menüpunkt erhalten Sie eine Übersicht über die installierten Erweiterungen, können diese aktivieren, deaktivieren, löschen oder aktualisieren.

Ich empfehle dringend, regelmäßig zu schauen, ob Updates zur Verfügung stehen. Aktualisierungen schließen häufig Sicherheitslücken. Natürlich ist es ratsam, bevor man Updates macht, eine Sicherung des Systems anzulegen, weil hier theoretisch immer etwas schiefgehen kann. Sollten Sie bei diesem Punkt unsicher sein oder Unterstützung brauchen, schreiben Sie mir eine Nachricht. Ich übernehme auch die Wartung und Pflege bestehender Websites mit WordPress.

Neue Plugins können Sie über den Punkt Installieren hinzufügen. Der Plugin-Editor bietet Ihnen ähnliche Funktionen wie der Theme-Editor.

Benutzer

Sollten Sie zum Beispiel Ihr Passwort oder Ihre hinterlegte E-Mail-Adresse ändern wollen, können Sie dies hier tun. Nach einem Klick auf Benutzer wird Ihnen zunächst eine Liste aller angelegten Nutzer angezeigt. Wie Sie es inzwischen schon von den Beiträgen und Seiten kennen, können Sie mit der Maus über einen Eintrag fahren und sehen so weitere Optionen. Nach einem Klick auf Bearbeiten öffnet sich das Profil. Hier können Sie dann die gewünschten Änderungen eintragen und am Schluss ganz unten auf der Seite auf Profil aktualisieren klicken.

Werkzeuge

WordPress bietet einige Funktionen, die hilfreich sein können. Dazu gehört auch der Bereich Werkzeuge. Es gibt hier die Möglichkeit, Daten Ihrer Webseite zu exportieren oder zu importieren. Das kann Sinn machen, wenn Sie zum Beispiel Artikel sichern oder von einer anderen WordPress Webseite importieren möchten. Auf die Möglichkeit von Backups der gesamten Website gehe ich etwas später noch ein.

Website-Zustand
Sollte Ihre Website Fehler aufweisen, werden diese hier gelistet. Es werden außerdem Tipps aufgelistet, die eine Verbesserung (meist bezogen auf die Sicherheit) bringen können. Im oberen Bereich wir der allgemeine Website-Zustand angezeigt, nachdem der Scan abgeschlossen ist. Bei Problemen kann es dem Administrator helfen, wenn Sie ihm den Bericht zur Verfügung stellen. Diesen finden Sie unter Website-Zustand und dann oben auf den Reiter Bericht klicken.

Personenbezogene Daten
Wenn Ihre WordPress Website personenbezogene Daten sammelt, können Sie diese hier exportieren und zum Beispiel bei einer Anfrage an den entsprechenden Nutzer senden. Ebenso ist die Löschung dieser Daten hier möglich.

Einstellungen

WordPress Tutorial Einstellungen
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Natürlich gelten für jede Website individuelle Einstellungen. Diese können Sie bei Bedarf unter diesem Menüpunkt vornehmen. Da die Optionen hier sehr vielfältig sind, gebe ich zu den jeweiligen Punkten in diesem Tutorial nur einen zusammenfassenden Kommentar ab, damit Sie zumindest einen Überblick bekommen. Von mir erstellte Websites werden natürlich schon mit den notwendigen Einstellungen an Sie übergeben.

Allgemein:
Hier können Sie, wie auch im Customizer, den Titel und Untertitel Ihrer WordPress-Webseite editieren. Es besteht auch die Möglichkeit, unter WordPress-Adresse (URL) bzw. Website-Adresse (URL), die Domain Ihrer Seite anzupassen. Davon rate ich aber ab. Denn wenn Sie hier nicht genau wissen, welche Schritte notwendig sind, kann es passieren, dass Ihre Website nicht mehr erreichbar ist. Eine Änderung der Domain umfasst weitere Punkte.

Schreiben:
Dieser Punkt regelt die Standards in Bezug auf zum Beispiel Blogbeiträge. So kann unter anderem eine Standard-Beitragskategorie angelegt werden.

Lesen:
Sollten Sie Start- oder Blogseite ändern wollen, können Sie dies hier tun. Ein sehr relevanter Punkt findet sich auch unauffällig positioniert am Ende dieser Einstellungen. Sichtbarkeit für Suchmaschinen. Setzen Sie hier ein Häkchen, wird zum Beispiel Google untersagt, Ihre Domain bzw. Webseiten zu indexieren und sie in den Suchergebnissen anzuzeigen.

Diskussion:
Verwenden Sie Kommentare auf Ihrer Website oder Ihrem Blog, können Sie hier einstellen, wie diese gehandhabt werden.

Medien:
Die Einstellungen für Ihre Mediathek. In den meisten Fällen muss hier nichts angepasst werden. Sollten Sie aber zum Beispiel eigene Größen für Thumbnails vergeben wollen, können Sie dies hier tun. Grundsätzlich empfehle ich aber, Bilder vor dem Hochladen zu optimieren. Das beugt auch langen Ladezeiten vor.

Permalinks:
Ein Permalink ist bei WordPress die im Browser angezeigte Adresse der Seite. Sollten Sie hier etwas anderes als das voreingestellte bevorzugen, so können Sie die Einstellungen dazu an dieser Stelle vornehmen. Es besteht zum Beispiel die Möglichkeit, das Datum mit in die URL zu nehmen. In diesem Fall würde dann aus: 
https://jochenwiesner.de/wordpress-tutorial/
https://jochenwiesner.de/2020/01/31/wordpress-tutorial/

Privatsphäre:
Unter diesem Menüpunkt können Sie Ihre Datenschutzseite definieren.

Must-Have-Plugins

Duplicator:
Dieses Plugin findet sich auf nahezu jeder von mir erstellten WordPress-Website. Und es ist in der Basisversion kostenlos. Damit lassen sich denkbar einfach Backups der gesamten Webseite inklusive Datenbank erstellen. So ist man immer auf der sicheren Seite, wenn mal etwas unerwartetes passiert und die Website zu Bruch ging. Das Plugin erzeugt bei einem Backup Archive, die man sich im Anschluss bequem herunterladen kann. Dazu eine Installationsdatei. Ist die Website beschädigt oder wird nicht mehr angezeigt, muss nur eine neue Version von WordPress installiert werden. Im Anschluss kann man die von Duplicator erzeugten Dateien via FTP auf den Server laden, ruft die Installationsdatei auf und verbindet die Datenbank (Achtung, hier werden alle bisherigen Inhalte der Datenbank überschrieben). Alles andere geschieht dann automatisch und wenige Sekunden später ist die Website wiederhergestellt. Ich empfehle, mit Hilfe dieses Plugins rund ein mal die Woche ein Backup anzulegen. Mit diesem Plugin können Sie Ihre Website auch umziehen. Wie das geht, erkläre ich in diesem Artikel.

Coming Soon Page, Under Construction & Maintenance Mode by SeedProd:
In der Basisversion ebenfalls kostenlos. Möchte man Änderungen an der Website vornehmen, während sie online ist, kann dieses Plugin von SeedProd dabei hilfreich sein. Es lässt Sie eine individuelle Seite erstellen, die den Seitenbesucher darauf hinweist, dass gerade an der Website gearbeitet wird und sie bald wieder erreichbar ist. Einfaches und sehr hilfreiches Tool, um einen schönen Wartungsmodus zu erstellen.

Borlabs Cookie:
Seit 2018 gilt die DSGVO und damit einige Vorschriften, die Websites einhalten müssen. So zum Beispiel auch der Hinweis auf das Setzen von Cookies. Damit einher geht, dass Nutzer die Möglichkeit haben müssen, dem Einsatz von Cookies zu widersprechen. Mit Hilfe des Plugins von Borlabs können Sie einen solchen Hinweis platzieren.

Elementor:
Früher war mehr Code. Heute ist mehr Drag & Drop. Ganz so einfach lässt sich das natürlich nicht sagen. Was Pagebuilder für WordPress aber verändert haben, ist die Flexibilität beim Anlegen von Seitenlayouts. Sicher werde ich noch eine Anleitung zu Elementor veröffentlichen. An dieser Stelle würde das allerdings den Rahmen sprengen. Dennoch möchte ich kurz zusammenfassen, was dieses Plugin leistet.Es wartet mit einer Vielzahl von Layout- und Inhaltselementen auf, die frei auf der Seite positioniert werden können. Das macht es recht einfach, Spalten anzulegen und Elemente darin zu positionieren. Dabei geht das Plugin weit über Standards wie Textblöcke, Bilder, Galerien oder Slider hinaus. Natürlich muss auch hier immer wieder mit Code verfeinert werden, wenn man bestimmte Ziele erreichen will. Grundsätzlich empfinde ich solche PageBuilder aber als sehr hilfreich. Und gerade bei Projekten, in denen der Kunde wünscht, auch Layouts später anpassen zu können, führt kein Weg mehr an solchen Erweiterungen vorbei.

Nun sind wir am Ende von diesem WordPress Tutorial angekommen. Ich hoffe, dass ich Ihnen einen Einblick in dieses System geben konnte und werde hier von Zeit zu Zeit immer wieder Updates veröffentlichen. Möchten Sie WordPress genauer von mir erklärt bekommen? Dann schreiben Sie mir über das untenstehende Kontaktformular und wir vereinbaren einen Termin, bei dem ich Ihnen oder Ihren Mitarbeitern das System näher bringe.

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